Ingenieur-Tradition wird fortgesetzt!

Die Mitglieder der Leitung des Traditionsvereins der Bergschule Eisleben sind sehr erfreut, dass die Fachhochschultradition durch die Akademie für angewandte Technologien und Management GmbH - www.AaTeuM.com- , zur Ausbildung von zwei Fachrichtungen Maschinentechnik/Maschinenbautechnik und Mechatronik zu Ingenieuren ab September 2014 beginnen kann. Wir wünschen dem Herrn Lauenroth und seinem Team dazu viel Erfolg.

1798 wurde in Eisleben die Bergschule gegründet. Sie bildete den dringend benötigten Nachwuchs der mittleren Leitungsebene der Mansfeld aus. In den 195 Jahren ihres Bestehens wurden dann mehr als 8000 Ingenieure für die Metallurgie und Kaliindustrie für ganz Deutschland und ab 1947 für die DDR ausgebildet. Die für uns noch heute unver-ständliche Bildungspolitik des Landes Sachsen- Anhalt, brachte 1993 das Aus für eine der ältesten Fach- und Ingenieurschulen Deutschlands.
Eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der Lutherstadt Eisleben, unmittelbar nach der Wende, brach somit weg. Während sie in Wernigerode neu aus dem Boden gestampft wurde. Die Erfahrung zeigt, dass höhere Bildungs-einrichtungen die Industrie anziehen, noch dazu im Bereich Elektrotechnik und Elektronik, zu der diese Bildungs-einrichtung in den 70ger Jahren umprofiliert wurde.
Durch unsere Hinweise ist es der Leitung der Akademie für angewandte Technologien und Management gelungen, die bisherige Technikerausbildung durch einen Kooperations-vertrag mit unserer befreundeten Fachschule für Wirtschaft und Technik in Clausthal-Zellerfeld - www.fwt-clz.de - abzuschließen. Damit können nicht nur wie bisher Techniker, sondern auch Ingenieure in den genannten Fachrichtungen ab September 2014 ausgebildet werden.
Damit ist ein neuer Anfang möglich. Wir hoffen, das es ein guter Beginn ist und die Fachschule sich stetig weiter entwickelt.

TVB-Vorstand

 

Auf dem Wege zur nachhaltigen

Sicherung der seit Jahrzehnten

gepflegten Bergschultradition

von Dipl. Jng. Lauenroth und Dr. Gerhard Boltz

 

Am 26.06.2012 trafen sich Leitungsmitglieder der AaTeuM

Akademie GmbH mit dem Vorstand des TVB e.V. im Museum der

ehemaligen Bergschule. Der Vorstand des TVB hatte eingeladen

und wollte die "Neuen" kennenlernen, sieht sich doch die

Fachschule für Technik selbst in der Tradition des

Ingenieurschulstandortes der Lutherstadt. Die politisch gewollte

Schließung der Ingenieurschule Eisleben Anfang der 90er-Jahre

schmerzt auch heute noch. Der Schaden für die Lutherstadt

Eisleben hatte wirtschaftliche, soziale und kulturelle

Auswirkungen. Die Mitglieder des Traditionsvereins der

Bergschule sehen sich daher nicht nur als Bewahrer einer

anspruchsvollen Tradition, die mit der Gründung der Bergschule

im Jahre 1798 mit ihrem späteren ersten hauptamtlichen

Bergschuldirektor Carl Friedrich Ludwig Plümicke ihren Anfang

nahm.

Mit Interesse verfolgten die Mitglieder des Vorstandes des TVB

mit ihrem Vorsitzenden Dr.-Ing. Gerhard Boltz die Ausführungen

zur Techniker-Ausbildung am Bildungsstandort in der Ouerfurter

Straße. Nach Schließung der staatlichen Ingenieurschule war es

nur in privatwirtschaftlicher Initiative möglich, diese Ausbildung als

staatlich anerkannte Ersatzschule aufzunehmen. Diese nahm

mit Bewilligungsschreiben der Landesregierung vom 30.09.201l

als staatlich anerkannte Fachschule für Technik in den

Fachrichtunqen Maschinenbau/Maschinenbautechnik und

Mechatronik unter dem Namen "Carl Friedrich Ludwig Plümicke"

ihre Tätiskeit auf.

Die Mitglieder des Traditionsvereins sind erfreut über die

Wiederbelebung einer hochwertigen Ausbildungstradition

in der Lutherstadt Eisleben, und sie versprachen Unterstützung.

Gern gingen die Vertreter der AaTeuM (AaTeuM.com)

Akademie GmbH auf das Angebot ein, die Absolventen ihrer

Einrichtung mit der Traditionspflege des Vereins bekannt zu machen,

um sie langfristig dafür zu sensibilisieren, eines Tages

diese Traditionspflege zu übernehmen.

Übernommen aus dem Mitteilungsblatt Nr.43